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  Elbebiber (Castor fiber albicus)   Bei der Entwicklung natürlicher Waldlandschaften mit Gewässern spielen Biber eine entscheidende Rolle. Wie keine andere Tierart wirken sie aktiv auf ihren Lebensraum ein und schaffen urige Landschaftszustände.     Mitte der 70er Jahre wurden die ersten Spuren des Elbebibers am Nordrand des Truppenübungsplatzes Königsbrück sichtbar. Einst ausgerottet, wanderte er von der Mittelelbe über die Schwarze Elster in das Ruhlander Schwarzwasser und die Pulsnitz ein. Inzwischen leben 35 bis 40 Biberfamilien im Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide".     Und wohl nirgendwo in Deutschland wirkt der Biber so vielfältig auf seine Umgebung. Fließende und stehende Gewässer, auch Niedermoore, Wegetümpel und Quellbereiche sind im Schutzge- biet sein Lebensraum. Biber schaffen Feuchtgebiete und natürliche Auenlandschaften und so Existenzbedingungen für andere Tiere und Pflanzen.     Diese dämmerungs- und nachtaktive Tierart ernährt sich aus- schließlich von Pflanzen der Kraut- und Baumschicht. Um an die höher gelegenen Knospen und Zweige zu gelangen, werden oft ganze Bäume gefällt. Mit den starken, meißelartig geschliffenen Nagezähne können Biber Bäume von 10 cm Durchmesser in einer Nacht fällen.     Die Bäume werden jedoch nicht nur gefällt, um sich Nahrung zu beschaffen. Mit dem Holz werden auch Staudämme und Baue angelegt.     Die Baue der Biber richten sich nach der Gewässerart. An den genügend hohen Ufern der Pulsnitz, die im Schutzgebiet schnell fließend ist, gräbt der Biber einen Erdbau, den er innen mit Pflanzenmaterial auskleidet. Hier, wie bei allen anderen Biberbauen, befindet sich die Eingangsröhre unter Wasser.     Ist die Böschung jedoch nicht hoch genug, um unterirdisch zu bauen, errichtet der Biber eine aufgesetzte Burg im Uferbereich, im Biberstau langsam fließender Bäche bis hin zu ihren Quellen und im Niedermoor oder sogar an Wegetümpeln auf ehemaligen Panzerbahnen. Hierfür werden auf dem eigentlichen Erdbau Zweige und Äste durch Lehm befestigt und kunstvoll zu der so genannten "Knüppelburg" aufgestapelt.     Biberschnitte, Burgen, Dämme und Biberstaue gibt es am Bibererlebnispfad zu entdecken.   |
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    © Naturbewahrung Westlausitz e.V.   gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft |
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Aktualisiert am 21. Aug. 2009 |