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  Das Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide" liegt im ver- zahnten Übergangsbereich von der sächsischen Hügellandschwelle zum Südrand des mitteleuropäischen Tieflandes. Ein Drittel der Fläche befindet sich südlich im Hügelland und besteht aus Lausitzer Grauwacke, einem sehr alten Sediment- gestein. Die größere Fläche ist Tiefland, das von drei Eiszeiten geprägt wurde. Hier lagern vor allem Kiese und Sande des ältesten Eisvorstoßes während der Elster-Kaltzeit. Eben ein Altmoränen- gebiet im Unterschied zu den Übungsplätzen in Brandenburg.         Naturräumlich wird das Schutzgebiet den Königsbrück-Ruhlander Heiden zugeordnet. Die durchschnittlichen Niederschläge liegen zwischen 620 und 700 mm. Trotz subkontinentalen Klimacharak- ters ist eine subatlantische Klimatönung zu verzeichnen, was zu eigenen regionaltypischen Vegetationseinheiten führt.           Ein Klimawandel vor ca. 11.600 Jahren beeinflusste massiv die Landschaftsentwicklung. Großflächig führten Umlagerungen, Ero- sionen und Bodenbildungen zum heutigen Landschaftsbild. Die dazu notwendigen Bodensubstrate, wie Schmelzwasserkiese, ent- standen bereits während der Weichsel-Kaltzeit, als trundraähn- liche Verhältnisse herrschten. Das Resultat sind die vorherrschen- den, sehr nährstoffarmen Böden. In den Tälern entwickelten sich ab der Weichsel-Kaltzeit die heu- tigen Flussauen. Hier und auf dem Verwitterungsschutt der Grau- wacke sind die Böden nährstoffreicher.       Das Naturschutzgebiet ging aus dem Truppenübungsplatz (TÜP) Königsbrück hervor. Mit dessen Ende wurden zwar riesige muni- tionsbelastete Sandwüsten hinterlassen, doch auf den vom Militär ungenutzten Flächen der Bachauen konnten sich sowohl Fließge- wässer als auch Wälder über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Sie stellten Rückzugsgebiete für seltene Tiere und Pflanzen dar.         Die "Königsbrücker Heide" befindet sich inmitten zusammen- hängender Wälder und Forsten. Im Süden schließen sich die Laußnitzer Heide, ein Staatswaldrevier von mehr als 5.000 ha Größe und die Bauernwälder des Keulenberges an. Im Norden wird der Anschluss an die Bergbaufolgelandschaft hergestellt. So entstehen große zusammenhängende Waldflächen, die Säugetieren mit enormem Raumanspruch, wie Wolf, Elch und Luchs Lebensraum bieten. Sie gehörten einst zum Arteninventar und wurden bei uns im Laufe der Jahrhunderte aus verschie- denen Gründen ausgerottet.         Deshalb ist es wichtig, dass großflächige Bereiche weitestgehend frei von menschlichem Tun bleiben. Die "Königsbrücker Heide" kann so als Ausbreitungszentrum und Rückzugsgebiet für gefähr- dete und störungsempfindliche Tier- und Pflanzenarten wirken.     |
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    © Naturbewahrung Westlausitz e.V.   gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft |
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Aktualisiert am 21. Aug. 2009 |