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  Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide"   Landnutzungs- geschichte   Forschung & Bildung   Natur erleben   Freiwilliges ökologisches Jahr   NSG und Leader+   Anreise   Kontakt   Impressum   Glossar   |
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    Das NSG "Königsbrücker Heide" zeichnet sich gegenüber ande- ren, ehemals militärisch genutzten Flächen innerhalb der großen Heidegebiete im Osten Deutschlands durch eine reiche Ausstat- tung an Feuchtgebieten aus.   Die Fließgewässer Pulsnitz, Otterbach, Bohraer Wasser und Ruh- lander Schwarzwasser ergeben zusammen mit den im Schutzge- biet entspringenden Quellbächen eine Länge von über 100 km. Von Jahr zu Jahr wird dabei ein immer höherer Natürlichkeits- grad erreicht.   Das Retentionsvermögen des Gebietes ist durch die weitgehend natürliche Dynamik der Fließ- und Stillgewässer überdurch- schnittlich hoch.   Auch aufgrund seiner Reliefformung fungiert das Naturschutzge- biet als riesiges Hochwasserauffangbecken.   |
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![]()   Hochwasser der Pulsnitz, 31.12.2002 |
Ehemalige kleinere Fließgewäs- ser (z.B. Tännichtbach) brechen immer häufiger, zumindest temporär bei hohem Grund- wasserstand aus Verrohrungen aus und sind damit als Wasser- lauf wieder zu erkennen.   Bäche und Flüsse sind Lebens- adern der Landschaft, deren Struktur, Pulsierung und Durch- lässigkeit über den Fortbestand oder das Wegsterben vieler Pflanzen- und Tierarten entscheiden.   |
![]()   Der Tännichtbach sucht sein altes Bachbett.   |
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![]()   Pulsnitz         ![]()   Niedermoor, RLS 3     |
  Die Pulsnitz zählt heute zu einem der saubersten Fließgewässer Deutschlands. Zudem konnte sich der kleine Fluss in den Jahr- zehnten der militärischen Nutzung weitestgehend ungestört ent- wickeln. Von Fließgewässerdynamik zeugen Altarme und natur- nahe Auen. In der Pulsnitz leben im NSG zahlreiche seltene Tiere, wie Bachneunauge und Groppe. Auch die Grüne Keiljungfer, eine seltene Libellenart, Fischotter und Elbebiber sind wieder heimisch.       Im NSG "Königsbrücker Heide" regenerieren sich die Flach- moore. Es reichert sich Humus an. Auf den Nassstandorten kom- men alle Phasen, wie Sümpfe, Röhrichte, Nasswiesen, Bruch-, Moor-, Sumpf- und Auwälder, Quellbereiche, naturnahe Bachabschnitte und Altarme vor, in denen die natürliche Auen- entwicklung wieder wirksam ist.       Die bereits im Mittelalter angelegten Teiche sind vom Menschen geschaffene Standgewässer. Im Schutzgebiet sind sie naturnah ausgeprägt. Diese mesotrophen Teiche (RLS 2) weisen Verlan- dungsbereiche auf, u.a. mit Röhrichten oder Wasserpflanzen, die zum Teil selten oder vom Aussterben bedroht sind. Dazu zählt das Froschkraut, RLS 1 und FFH-Anhang-II-Art.   |
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![]()   Mesotropher Teich, RLS 2 |
![]()   Verlandungsbereich mesotropher Stillgewässer, RLS 2 weitere Feuchtgebiete |
![]()   Froschkraut, RLS 1 FFH-Anhang-II-Art   |
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    © Naturbewahrung Westlausitz e.V.   gefördert vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft |
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Aktualisiert am 21. Aug. 2009 |